Wahlkampf – und was nachher ?

Wahlkampf – und was nachher ?

(Newsletter 2010-4)

Medien und Plakatwände sind voll von Aggressionen, Ungerechtigkeiten, Unwahrheiten und Respektlosigkeiten. Vielleicht noch gefährlicher: Wahlplakate, die die niedrigsten Instinkte ansprechen und dadurch erfolgreich sind -, aber gerade dadurch die Menschen auf diese unterste Ebene fixieren. Übrigens: nicht nur bei der Wahlwerbung, wie die Bundesebene zeigt.

Niemand jedoch scheint zu bedenken, dass es nachher in Koalitionen und Kooperationen weitergehen muss. Ob dann alles vergessen sein wird, ist zu bezweifeln, denn die Verletzung ethischer Grundsätze – auch Giftküche genannt – hinterlässt immer Spuren bei den Bürgern und in der Gesellschaft!

Mit dem Hass haben stets Diktaturen gearbeitet – die Rechnungen jedoch mussten immer die Menschen bezahlen. Das aber ist ein zu hoher Preis. Denn Diktaturen sind dadurch erfolgreich, dass sie Gegner zu „Sündenböcken“ machen, die durch Manipulation oder gar Gewalt ausgeschaltet werden – was von der breiten Masse akzeptiert wird, weil in ihr die intellektuellen und ethischen Hemmungen ausgeschaltet werden, wie die Massenpsychologie klar nachgewiesen hat. Manipulation und Gewalt sind gerade das Gegenteil dessen, was gute Politik leisten sollte – eine Hinführung möglichst vieler Bürger zu wechselseitiger Achtung auch bei verschiedener Weltanschauung auf der Basis des Weltethos und der Menschenrechte.

Also Achtung! Ethik ist keine alte Tante im festlich-altmodischen Kleid, die man – wenn angesagt – herzeigt. Sie muss uns schon im eigenen Interesse täglich begleiten…(Erhard Busek)

Es wird kein Überleben der Demokratie geben ohne eine Koalition von Gläubigen und Nichtgläubigen in gegenseitigem Respekt
(Hans Küng)

 

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